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UCPCO Produkte dieser Kooperative
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UCPCO ist die Abkürzung für Unión de Cooperativas Productoras de Café Orgánico, was sich mit Vereinigung der Bio-Kaffee produzierenden Genossenschaften übersetzen lässt. Die 1993 gegründete Kleinbauernkooperative liegt recht abgelegen im Norden Nicaraguas in San Juan de Río Coco (Departement Madríz). Diese Region ist nach Matagalpa/ Jinotega das zweitwichtigste Kaffeeanbaugebiet des Landes. Die Kaffeepflanzungen liegen in einer Höhe zwischen 1 000 und 1 250 Metern ü.M., und der dort geerntete Kaffee ist von herausragender Qualität.

Mit 124 aktiven Mitgliedern ist dies unser kleinster Handelspartner in Nicaragua, nicht aber der jüngste: Schon 1990 begann die Zusammenarbeit beim Umstellen auf biologischen Kaffeeanbau, 1993 wurde der Verband formal gegründet. Heute organisiert er sieben Kooperativen und einige einzelne Bauern.

35 der Mitglieder von UCPCO sind Frauen. Anders als in vielen anderen Kooperativen kommt es hier häufiger vor, dass nicht nur der Mann als Familienvorstand, sondern auch die Frau über einen eigenen Landtitel verfügt.

So günstig die natürlichen Bedingungen in den Bergen um San Juan de Río Coco für den Kaffeeanbau sind, so benachteiligt ist die Region in infrastruktureller Hinsicht.

Der Weg zu UCPCO führt mehrere Stunden lang über desolate Schotterstraßen. Da UCPCO selber keinen Telefon- oder Internetanschluss hat, bedeutet die direkte Kommunikation mit den Handelspartnern im Ausland immer eine mühsame Reise in die nächstgelegene Stadt.

Bis 1990 war die Region eines der am härtesten vom Terror der so genannten Contras betroffenen Gebiete. Sie legten mit ihren Überfällen die Landwirtschaft über Jahre hinweg lahm und konnten damit die Revolution der Sandinisten wirtschaftlich und moralisch schwächen. Allein die Reaktivierung der vernachlässigten Kaffeepflanzungen mit ihren zum Teil überalterten Bäumen nach dem Ende der Angriffe durch die Contra war ein gewaltiger Kraftakt.

Der öffentliche Gesundheits- und Bildungssektor ist in den vergangenen fünfzehn Jahren stark vernachlässigt worden. Daher wird der durch den fairen Handel erzielte Mehrpreis unter anderem für den Schulbesuch der Kinder von UCPCO verwendet. Formal ist der Besuch der Grundschule in Nicaragua zwar kostenlos, faktisch müssen die Eltern jedoch Einiges zum Schulbetrieb beitragen: Das Bildungsministerium kümmert sich nur um das sehr geringe Gehalt weniger LehrerInnen (das oft von den Eltern aufgestockt werden muss), nicht aber um Betriebskosten, Schulgebäude, etc. Weiterführende Schulen befinden sich nur in San Juan de Río Coco oder im weiter gelegenen Estelí, wodurch weitere Kosten für Fahrt, Unterbringung und Verpflegung entstehen. UCPCO bemüht sich im Übrigen intensiv darum, einigen Jugendlichen Stipendien für eine Universitätsausbildung (in der Regel im Ausland) zu verschaffen.

2% ihrer Einnahmen stellen alle Mitglieder ihrer jeweiligen Basiskooperative zur Verfügung, die davon einen Fonds für soziale Härtefälle unterhält.

UCPCO besitzt eine eigene Trockenverarbeitungsanlage. Hier wird der von den KaffeeproduzentInnen abgelieferte "café pergamino" bis zum exportfertigen "café oro" weiterverarbeitet, eine wichtige Voraussetzung für die selbstständige internationale Vermarktung des Rohkaffees durch die Genossenschaft, die sich damit von den lokalen Zwischenhändlern unabhängig machen kann.

Die Biokontrollen vor Ort werden von der Zertifizierungs-Organisation BioLatina durchgeführt.

UCPCO ist eine BäuerInnen-Genossenschaft im wahren Sinne des Wortes: Alle, die hier Verantwortung übernommen haben, kommen aus den Familien der BäuerInnen.


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